Lehrgang
Fachplaner/-bauleiter
Der 2025er Lehrgang startet am 17. Sep. 2026. Sind Sie dabei?
Neue Schulung
Fluchtwegtüren (EltVTR)
Verfügbar als Inhouse-Seminar oder offenes Webinar am 25. Sep. 2026.
Feuerschutzabschlüsse schließen das Loch in der Brandschutzwand – das ist ihre originäre Aufgabe. Sie geben den Durchgang nur frei, wenn eine Person die Tür öffnet, um hindurchzugehen, dann schließen sie automatisch wieder. Im Alltag stehen sie aber oft offen: in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Bürogebäuden, überall dort, wo viel Betrieb herrscht und ständig geschlossene Türen den Ablauf stören. Die Versuchung, eine Tür mit einem Keil offenzuhalten, ist groß. Die Konsequenzen können es auch sein, denn Brandschutztüren sind sicherheitstechnische Anlagen – und für diese gilt § 145 Strafgesetzbuch: Wer Schutzvorrichtungen, die der Verhütung von Unglücksfällen dienen, verändert oder unbrauchbar macht, macht sich strafbar – mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe.
Das Blockieren von Brand- und Rauchschutztüren ist gesetzlich also keine Grauzone: Es ist klar verboten. Eine offengehaltene Brandschutztür, die im Ernstfall nicht schließt, erfüllt ihre Schutzfunktion nicht – und wer das veranlasst oder duldet, trägt die Verantwortung dafür. Eine Brandwache, also eine Person, die die Tür im Auge behält und sie bei Gefahr manuell schließt, ist rechtlich zulässig, aber als Dauerlösung weder praktikabel noch wirtschaftlich. Die rechtlich korrekte und technisch rationale Lösung ist die Feststellanlage. Sie hält die Tür im Regelbetrieb geöffnet – und schließt sie automatisch, sobald Rauch erkannt wird oder die Stromversorgung ausfällt. Die Schutzfunktion der Brandschutztür bleibt dabei vollständig erhalten.
Weil Feststellanlagen kritische sicherheitstechnische Einrichtungen sind, wurde ihre regelmäßige Prüfung und Wartung durch die DIN 14677 genau geregelt – einschließlich der Anforderungen an die Qualifikation der handelnden Personen. Für Gebäudebetreiber sind dabei zwei Ebenen relevant:
Wichtig: Es reicht nicht, diese Qualifikationen zu besitzen – sie müssen nachweisbar sein und alle fünf Jahre aufgefrischt werden. Wer externe Dienstleister beschäftigt, sollte sich die Qualifikationsnachweise zeigen lassen und eine Kopie zur Dokumentation nehmen. Sicher ist sicher.
Mindestanforderungen nach DIN 14677
| Funktionsprüfung | 1 x im Monat für eine neue oder instandgesetzte FSA oder 1 x im Quartal für eine FSA ohne Instandsetzung in den letzten 12 Monaten |
| Personal | eingewiesene Person gemäß DIN 14677 (oder Fachkraft für Feststellanlagen gem. DIN14677) |
| Prüfung u. Wartung | mindestens 1x im Jahr |
| Personal | Fachkraft für Feststellanlagen gemäß DIN 14677 |
Die DFATT bietet beide Qualifikationen als eigenständige Tagesseminare an. Diese Trennung – die andere Schulungsanbieter nicht vorsehen – ist eine bewusste Entscheidung: Die Eingewiesene Person und die Fachkraft für Feststellanlagen haben unterschiedliche Aufgaben, unterschiedliche Verantwortung – und damit unterschiedlichen Schulungsbedarf. Zudem: Wer eine Fortbildung als Fachkraft für Feststellanlagen vorweisen kann, deckt damit auch die Qualifikation zur monatlichen bzw. vierteljährlichen Funktionsprüfung ab.
Eine Besonderheit der DFATT-Schulung zur Eingewiesenen Person: Sie umfasst nicht nur Feststellanlagen, sondern auch Feuerschutzabschlüsse. Der Grund ist naheliegend – jede Feststellanlage ist immer auch mit einem Brand- oder Rauchschutzabschluss verbunden. Wer die eine Seite kennt, muss auch die andere verstehen.
Feststellanlagen sind keine Komfort-Ausstattung, sondern sicherheitsrelevante Anlagen mit klaren Betreiberpflichten und Anforderungen an das handelnde Personal. Wer sie korrekt betreibt, schützt Personen, erfüllt rechtliche Anforderungen – und ist im Schadensfall auf